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erschienen am: 25.11.2013

TV-Kommissarinnen treten für das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ein

Elisabeth Brück, Ulrike Folkerts, Eva Mattes und Adele Neuhauser unterstützen das erste bundesweite 24-Stunden-Beratungsangebot, das unter der Rufnummer 08000 116 016 kostenlos erreichbar ist

Frauen, die von Gewalt betroffen sind, erhalten eine Stimme: Als Botschafterinnen des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen trugen die TV-Kommissarinnen Elisabeth Brück, Ulrike Folkerts, Eva Mattes und Adele Neuhauser heute (Montag) während eines Pressetermins beispielhafte Geschichten von Frauen vor, die Gewalt erlitten haben. Alle vier Schauspielerinnen setzen sich auch in ihren TV-Rollen für die Aufklärung von Verbrechen ein und verlieren die Opfer der Taten dabei nie aus dem Blick.

Ulrike Folkerts sagt: „Wir möchten die Frauen ermutigen, ihr Schweigen zu brechen und den ersten Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zu gehen.“

Elisabeth Brück bekräftigt: „Ich möchte mit meinem Engagement für das Hilfetelefon gewaltbetroffene Frauen dazu ermutigen, sich anderen mitzuteilen und gemeinsam mit ihnen Lösungswege zu finden, um aus der Spirale der Gewalt auszubrechen.“

Adele Neuhauser findet: „Betroffene Frauen leiden häufig stumm an den körperlichen und psychischen Erniedrigungen, die sie durch Gewalttaten erleiden oder erlitten haben. Mit meinem Beitrag für das Hilfetelefon möchte ich diesen Frauen eine Stimme geben.“

Eva Mattes erklärt: „Ich finde die Einrichtung eines bundesweiten rund um die Uhr erreichbaren Beratungsangebotes sehr wichtig, da es gerade in ländlichen Gebieten wenige Anlaufstellen für hilfesuchende Frauen gibt. Durch die 08000 116 016 hat jede Frau die Möglichkeit, direkt eine Ansprechpartnerin zu finden und Antworten auf ihre Fragen zu erhalten, wenn sie Hilfe benötigt.“

Allein in Deutschland haben mehr als 40 Prozent der Frauen schon einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erlitten. Mehr als 25 Prozent sind von körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren Lebenspartner betroffen gewesen. Doch nur rund 20 Prozent der Frauen wenden sich tatsächlich an eine Beratungsstelle.

Das Hilfetelefon berät zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen. Unter der kostenlosen Telefonnummer 08000 116 016 und über die gesicherte Webseite www.hilfetelefon.de sind die Beraterinnen des Hilfetelefons rund um die Uhr erreichbar. Über die Website gibt es auch einen Zugang zu einer Gebärdendolmetschung. Telefonate können rund um die Uhr in 15 Sprachen übersetzt werden. Neben den betroffenen Frauen können sich auch Angehörige, Freunde und andere Menschen aus dem sozialen Umfeld sowie Fachkräfte an das Hilfetelefon wenden.

„Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Frauen genau dann, wenn sie Unterstützung brauchen, die 08000 116 016 wählen und das Angebot des Hilfetelefons nutzen“, sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Für mich ist es wichtig, dass wir die Frauen, die mehr als ein einmaliges Gespräch benötigen, an die exzellenten Beratungs- und Schutzeinrichtungen vor Ort weitervermitteln können. Der erste Schritt dorthin ist die 08000 116 016.“

Seit dem Start am 6. März wurde das Hilfetelefon über die Rufnummer und die Webseite rund 43.000 mal kontaktiert. Sowohl Betroffene als auch Menschen aus deren näherem Umfeld haben das Angebot in Anspruch genommen. Fachkräfte nutzen ebenfalls die Erfahrung der Beraterinnen als Ressource.

„Bislang wurden von der Erstberatung, Krisenintervention, Information und Weitervermittlung alle Beratungsformen nachgefragt und alle Gewaltformen thematisiert“, zog Petra Söchting, die Leiterin des Hilfetelefons, Resümee. Schwerpunktmäßig werden von den Anrufenden vor allem Gewalt in Partnerschaften sowie sexualisierte Gewalt thematisiert.

Das Hilfetelefon ist beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hilfetelefon.de.

Pressekontakt

Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Pressestelle
Telefon: 0221 3673-4203
Telefax: 0221 3673-4281
E-Mail: pressestelle[at]bafza.bund.de