Die diesjährige Mitmachaktion folgt dem Leitgedanken, dass Gewalt inmitten unserer Gesellschaft nur gemeinschaftlich begegnet werden kann. Mit einem umfangreichen Aktionspaket motiviert das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ zur Teilnahme und zur öffentlichen Positionierung gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Zugleich wird auf das Beratungsangebot des Hilfetelefons aufmerksam gemacht, das rund um die Uhr, anonym, kostenlos und in 18 Fremdsprachen erreichbar ist.
Martina Hannak, Präsidentin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, bei dem das Hilfetelefon angesiedelt ist: „Jede dritte Frau in Deutschland erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt. Diese erschütternde Realität ist kein individuelles Schicksal, sondern Ausdruck eines tief verwurzelten strukturellen Problems, das noch immer zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit erfährt. Mit der Aktion ‚Wir brechen das Schweigen‘ ermutigt das Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘, hinzuschauen, laut zu werden und Solidarität zu zeigen.“
Petra Söchting, Leiterin des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“:
„Mit der Aktion anlässlich des Orange Day sensibilisieren wir die Gesellschaft und ermutigen zu Solidarität. Denn Gewalt gegen Frauen betrifft uns alle. Jede Stimme gegen Gewalt zählt. Jede Handlung, die das Thema sichtbar macht, trägt dazu bei, das Schweigen zu brechen. Jeder Aktionsbeitrag zählt, um gemeinsam ein starkes Zeichen zu setzen.“
Über die Aktion „Wir brechen das Schweigen“
Bereits zum zwölften Mal initiiert das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ rund um den 25. November die bundesweite Mitmachaktion. Jedes Jahr beteiligen sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft, ebenso wie Kommunen, Behörden, Unternehmen und engagierte Privatpersonen. Eindrücke vergangener Aktionen zeigt die Fotogalerie #SchweigenBrechen auf der Webseite des Hilfetelefons unter: www.aktion.hilfetelefon.de.
Über das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“
Das Hilfetelefon bietet unter der Nummer 116 016 sowie online niedrigschwellige Erstberatung – rund um die Uhr, kostenfrei und anonym. Die Beratung zu allen Formen von Gewalt richtet sich an betroffene Frauen sowie an Menschen aus deren sozialem Umfeld und Fachkräfte. Sie erfolgt barrierefrei, auf Deutsch und in 18 Fremdsprachen. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen Ratsuchende an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort.
Seit 2013 wurden insgesamt 507.993 Beratungen durch das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ durchgeführt, davon 30.680 in einer Fremdsprache. 281.930 von Gewalt betroffene Frauen sowie 79.523 Personen aus dem sozialen Umfeld Betroffener und 20.995 Fachkräfte nutzten seit 2013 das niedrigschwellige Beratungsangebot. Besonders häufig war Häusliche Gewalt Anlass der Gespräche.
Mitmachen, Gesicht zeigen, Schweigen brechen
Politikerinnen und Politiker, Prominente, Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger bundesweit sind eingeladen, sich an der Mitmachaktion zu beteiligen. Auf www.aktion.hilfetelefon.de stehen umfangreiche Materialien für analoge und digitale Aktionen bereit: Plakate und Banner, Aktionsschilder sowie Social-Media-Templates.