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Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) startet am 1. Januar 2017 ein neues Bundesprogramm zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern in Deutschland, welches das bis Ende 2016 laufende  Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II ablöst. Ab 2017 werden dazu bundesweit rund 550 Mehrgenerationenhäuser gefördert. Die geförderten Projekte wurden in einem Interessenbekundungsverfahren im Mai 2016 ausgewählt.

Das BMFSFJ stellt wie bereits im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II einen Bundeszuschuss in Höhe von 30.000 Euro je Mehrgenerationenhaus bereit. Voraussetzung hierfür ist eine Kofinanzierung in Höhe von je 10.000 Euro von den Kommunen, Landkreisen und/ oder Ländern.

Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus (2017-2020) zielt auf eine noch stärkere Verankerung der Mehrgenerationenhäuser in den Kommunen durch die engere Einbindung der Häuser in die kommunalen Planungen zur Gestaltung des demografischen Wandels im Sozialraum.

Es ermöglicht den Häusern mehr Flexibilität in ihrer Arbeit, damit sie ihre Angebote noch besser an den jeweiligen Ausgangslagen und Bedarfen vor Ort ausrichten und so die Kommunen bei der Gestaltung des Demografischen Wandels stärken können.

Im Rahmen des Bundesprogramms werden folgende inhaltliche Schwerpunkte gesetzt:

  • Gestaltung des demografischen Wandels (obligatorisch) und
  • Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte (fakultativ)

Innerhalb der Schwerpunkte können die Einrichtungen abgestimmt auf die jeweiligen lokalen Bedarfe vielfältigste Angebote und Aktivitäten durchführen. Dabei ist die Arbeit der Häuser stets auf die folgenden drei Querschnittsziele ausgerichtet:

  • generationenübergreifende Arbeit: Die gegenseitige Unterstützung und der Austausch zwischen verschiedenen Generationen ist ein zentrales Anliegen der Mehrgenerationenhäuser und wird von ihnen aktiv gefördert.
  • Sozialraumorientierung: Die Aktivitäten der Häuser finden stets in Abstimmung mit anderen sozialen, kommunalen und wirtschaftlichen Akteuren vor Ort statt. Die Mehrgenerationenhäuser sind somit wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen sozialen Infrastruktur in ihrem Sozialraum.
  • Freiwilliges Engagement: Für die Umsetzung ihrer Arbeit sind die Häuser auf das Engagement zahlreicher Freiwilliger angewiesen. Diese werden nicht nur gewonnen und in die Arbeit eingebunden, sondern darüber hinaus von Fachkräften geschult und bei ihrem Engagement begleitet.

Zusätzlich zu den genannten Schwerpunkten gibt es ab 2018 den Sonderschwerpunkt „Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen“. Hierfür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zusätzliche Fördermittel bereit. Interessierte Mehrgenerationenhäuser können mit diesem Geld Projekte anstoßen und umsetzen, welche die Grundbildung erwachsener Menschen in Deutschland erhöhen. Solche Projekte können konkrete Lernangebote sein, aber auch Kampagnen zur Sensibilisierung der lokalen Öffentlichkeit oder das Entwickeln geeigneter Lernmaterialien.

Der Sonderschwerpunkt ist Teil der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung. Bund und Länder haben sich vorgenommen, das Grundbildungsniveau in Deutschland bis 2026 deutlich zu erhöhen, um die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe funktionaler Analphabeten zu sichern. Ein Ansatz ist, das soziale Umfeld Betroffener sowie die vertraute Umgebung als Lernorte gezielt einzubinden. Die Mehrgenerationenhäuser können dabei vor Ort wichtige Partner sein.

Für das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus hat das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) die Aufgabe übernommen, das Antrags- und Bewilligungsverfahren zu betreuen und die Mehrgenerationenhäuser bei allen zuwendungsrechtlichen Fragen sowie den Themen der inhaltlichen Programmumsetzung zu unterstützen und zu begleiten.

Logo Mehrgenerationenhäuser

Kontaktdaten

Fachbereich Förderung:
E-Mail: mgh[at]bafza.bund.de
Telefon: 0221 3673-4045
(Servicezeit: montags bis freitags 07:30 - 16:00 Uhr)

Fachlich inhaltliche Begleitung (FIB):
E-Mail: fib-mgh[at]bafza.bund.de
Telefon: 0221 3673-4049
(Servicezeit: montags bis freitags 09:00 - 12:00 Uhr)

Postanschrift

Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Referat 404 - Servicestelle des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus
50964 Köln

Besucheranschrift

Sibille-Hartmann-Straße 2-8
50969 Köln