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Förderung von Kinderwunschbehandlungen

Viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch entscheiden sich für eine künstliche Befruchtung. Der Bundesregierung ist es ein wichtiges Anliegen, betroffene Paare umfassend und nachhaltig zu unterstützen.

Mit Inkrafttreten der Richtlinie zur assistierten Reproduktion1 am 01.04.2012 stellt der Bund finanzielle Mittel zur Unterstützung ungewollt kinderloser Paare bei Inanspruchnahme reproduktionsmedizinischer Behandlungen zur Verfügung. Diese Zuschüsse ergänzen die Leistungen der Krankenversicherung und reduzieren so den Eigenanteil der Paare an den Behandlungskosten.

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ist vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit der Umsetzung der Richtlinie zur assistieren Reproduktion beauftragt worden.

Die Gewährung von Zuwendungen durch den Bund setzt voraus, dass die jeweiligen Bundesländer, in welchen die betroffenen Paare ihren Hauptwohnsitz haben, ebenfalls eigene Förderprogramme unterhalten. Die Höhe der Förderung durch den Bund orientiert sich an der Höhe der Landesförderung und beträgt maximal 25 % des den betroffenen Paaren nach Abrechnung mit den Krankenversicherungen verbleibenden Eigenanteils.

Grundsätzlich können Ehepaare eine finanzielle Unterstützung vom Bund erhalten, wenn:

  • das Bundesland auch mindestens in gleicher Höhe fördert (zusätzliche Voraussetzungen können von dem Bundesland verlangt werden),
  • sie miteinander verheiratet sind,
  • sie im Bundesgebiet ihren Hauptwohnsitz haben,
  • sie im Bundesgebiet eine Reproduktionseinrichtung nutzen,
  • sie eine IVF-Behandlung (In-Vitro-Fertilisation) oder ICSI-Behandlung (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) durchführen wollen,
  • sie die erste bis vierte Behandlung durchführen und
  • die Bedingungen des § 27a SGB V erfüllt werden:
    - ärztliche Feststellung der Unfruchtbarkeit
    - attestierte Erfolgsaussicht der Kinderwunschbehandlung
    - ausschließliche Verwendung von Ei- und Samenzellen der Ehepartner
    - vorherige medizinische wie psychosoziale Beratung
    - Alter der Frau zwischen 25 und 40, Alter des Mannes zwischen 25 und 50 Jahren

Weitere Informationen über das Bundesprogramm finden Sie im Internet auf der Seite www.informationsportal-kinderwunsch.de . Dort finden Sie auch eine Auflistung der Bundesländer mit eigenen Förderprogrammen und deren Kontaktdaten.

Ihren Antrag auf die Bundesförderung können die betroffenen Ehepaare grundsätzlich bei der zuständigen Behörde Ihres Bundeslandes stellen. Eine Ausnahme gibt es für betroffene Ehepaare im Freistaat Sachsen. Für die Bundesförderung an Ehepaare, die im Freistaat Sachsen wohnen, ist das BAFzA direkt zuständig. Für diese Paare steht das Antragsformular hier zum Download - PDF, 414 KB zur Verfügung.

 

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1Richtlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion vom 29.03.2012

Kontaktdaten

Telefon: 0221 3673-0
E-Mail: assrepro[at]bafza.bund.de

Postanschrift

Bundesamt für Familie und
zivilgesellschaftliche Aufgaben
Referat 405
- Nationale Zuwendungen -
50964 Köln

Besucheranschrift

Sibille-Hartmann-Straße 2-8
50969 Köln