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Förderung von Kinderwunschbehandlungen

Viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch entscheiden sich für eine künstliche Befruchtung. Der Bundesregierung ist es ein wichtiges Anliegen, betroffene Paare umfassend und nachhaltig zu unterstützen. Im Rahmen der Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ stellt der Bund auch finanzielle Hilfen für Kinderwunschbehandlungen bereit.

Grundlage dieser Unterstützung ist die Bundesrichtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion1. Mit dieser Richtlinie stellt der Bund seit dem 01.04.2012 ungewollt kinderlosen Ehepaaren und seit dem 07.01.2016 auch Paaren, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, Zuschüsse bei Kinderwunschbehandlungen (reproduktionsmedizinischen Behandlungen) zur Verfügung.

Die Zuwendungen ergänzen bei Ehepaaren die Leistungen der Krankenversicherung und reduzieren damit den Eigenanteil bzw. die Selbstkosten aller Paare an den entstandenen Behandlungskosten.

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ist vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit der Umsetzung der Bundesrichtlinie zur assistieren Reproduktion beauftragt worden.

Die Gewährung der Zuwendungen durch den Bund setzt voraus, dass die jeweiligen Bundesländer, in welchen die betroffenen Paare ihren Hauptwohnsitz haben, ebenfalls eigene Landesprogramme zur Förderung von Kinderwunschbehandlungen unterhalten.

Die Höhe der Förderung durch den Bund orientiert sich dabei an der Höhe der Landesförderung und beträgt

  • für verheiratete Paare bei der ersten bis vierten Behandlung bis zu 25 v. H. des ihnen nach Abrechnung mit der Krankenversicherung verbleibenden Eigenanteils
  • für Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, für die erste bis dritte Behandlung bis zu 12,5 v. H. und für die vierte Behandlung bis zu 25 v. H. des ihnen verbleibenden Selbstkostenanteils

Grundsätzlich können Paare eine finanzielle Unterstützung vom Bund erhalten, wenn

  • auch das Wohnsitz-Bundesland mindestens in gleicher Höhe fördert (zusätzliche Voraussetzungen können von dem Bundesland verlangt werden)
  • sie miteinander verheiratet sind oder sie in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben
  • sie im Bundesgebiet ihren Hauptwohnsitz haben
  • sie eine Reproduktionseinrichtung im Bundesgebiet nutzen
  • sie eine IVF-Behandlung (In-Vitro-Fertilisation) oder ICSI-Behandlung (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) durchführen wollen
  • sie die erste bis vierte Behandlung durchführen

und unabhängig vom Bestehen einer Ehe folgende Bedingungen des § 27a SGB V erfüllt sind:

  • ärztliche Feststellung zur Erforderlichkeit der Behandlungsmaßnahmen
  • ärztliche Feststellung der hinreichenden Erfolgsaussicht der Kinderwunschbehandlung
  • ausschließliche Verwendung von Ei- und Samenzellen der Partner
  • vorherige medizinische und psychosoziale Beratung bei einem nicht die Behandlung durchführenden Arzt
  • Alter der Frau zwischen Vollendung des 25. Lebensjahres und vor Vollendung des 40. Lebensjahres sowie Alter des Mannes zwischen Vollendung des 25. Lebensjahres und vor Vollendung des 50. Lebensjahres

Weitere Informationen über das Bundesprogramm finden Sie im Internet auf der Seite www.informationsportal-kinderwunsch.de.

Dort finden Sie auch eine Auflistung der Bundesländer mit eigenen Förderprogrammen und deren Kontaktdaten.

Ihren Antrag auf die Bundesförderung können die betroffenen Paare grundsätzlich bei der zuständigen Behörde ihres Bundeslandes stellen.

Eine Ausnahme gibt es für die betroffenen Paare im Freistaat Sachsen.

Für im Freistaat Sachsen wohnende Paare ist das BAFzA direkt für die Bewilligung der Bundeszuwendung zuständig.

Das Antragsformular für Paare aus Sachsen ist als Download auf dieser Seite zu finden. Für Ehepaare und für Paare, die in nichtehelicher Lebensgemeinschaft leben, wird jeweils ein gesondertes Formular bereitgestellt.

 

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1Richtlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion vom 29.03.2012, zuletzt geändert am 23.12.2015

Kontaktdaten

Telefon: 0221 3673-0
E-Mail: assrepro[at]bafza.bund.de

Postanschrift

Bundesamt für Familie und
zivilgesellschaftliche Aufgaben
Referat 405
- Nationale Zuwendungen -
50964 Köln

Besucheranschrift

Sibille-Hartmann-Straße 2-8
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